Unverminderter Kostenanstieg

Die Leistungs­kosten stiegen auch im Berichts­jahr 2016 unver­mindert an. Besonders stark war der An­stieg bei den ambu­lanten Spital­leistun­gen sowie in der Physio­thera­pie.

Wer 2016 auf einen gedämpf­ten An­stieg der Lei­stungs­kosten hoffte, sieht sich getäuscht. Die Kosten stiegen in allen Berei­chen mehr oder minder stark an. Musste die CSS pro ver­sicher­te Per­son im Jahr 2015 noch 3685 Franken an Leis­tungen übernehmen, so stieg dieser Betrag 2016 auf 3774 Franken. Dies ent­spricht einer Erhö­hung von 2,4 Prozent innert Jahres­frist. Beson­ders stark war der Anstieg bei den ambu­lanten Spital­leistun­gen. Hier wurde eine Kosten­stei­gerung von 10,1 Prozent ver­zeich­net. In Franken aus­gedrückt musste die CSS für ihre Ver­sicher­ten im ambu­lanten Spital­bereich Rech­nungen in der Grössen­ord­nung von knapp 684 Million­en Franken bezahlen. Ins­gesamt musste die CSS 2016 Leis­tungen von knapp 5 Milliar­den Franken in der Grund­ver­siche­rung über­neh­men.

Nicht tatenlos zusehen

Aller­dings schaut die CSS dem unge­brems­ten Kosten­wachs­tum nicht einfach tatenlos zu. Schliess­lich geht es darum, mit den Prämien­gel­dern ihrer Ver­sicher­ten mög­lichst haus­häl­terisch umzu­gehen. Das grösste Spar­poten­zial er­zielt sie mit einer konse­quen­ten Kon­trolle sämt­licher Rech­nungen. Diese er­folgt elek­tro­nisch und wenn nötig auch manuell. 2016 hat die CSS rund 15,6 Millio­nen Rech­nungen geprüft. Dabei konn­ten zu­gunsten der Prämien­zahlen­den Ein­sparun­gen von rund 665 Millio­nen Franken erzielt werden. Durch diverse weitere Mass­nahmen – zum Beispiel Patien­ten­steue­rung und der Prü­fung von Kosten­gut­sprachen – konn­ten Kos­ten von 231 Millio­nen Fran­ken ver­mie­den werden. Ein immer wichtiger wer­den­des Stand­bein ist die Miss­brauchs- und Betrugs­bekämp­fung. Jähr­lich deckt die CSS zwischen 300 und 400 Fälle auf. Da­durch spart sie zwischen 3 und 3,5 Millio­nen Franken ein. Unter Berück­sichti­gung sämt­licher Mass­nahmen zur Leis­tungs­kos­ten­opti­mie­rung erzielte die CSS 2016 Ein­sparun­gen von knapp einer Milliar­de Franken. Oder anders aus­ge­drückt: Würde die CSS all diese inter­nen Spar­mög­lich­kei­ten nicht ausschöpfen, müssten die Prämien um schät­zungs­weise 20 Prozent erhöht werden, um sämt­liche Leistun­gen decken zu können.

Leistungskosten pro Kopf und Kanton in CHF

Kosten werden weiter steigen

Mit all diesen Mass­nah­men kann die CSS zwar nicht ver­hin­dern, dass die Prämien weiter­hin steigen werden. Aller­dings trägt sie mass­geb­lich dazu bei, den Prä­mien­anstieg etwas abzu­dämpfen. Wie wert­voll dieses Engage­ment ist, zeigt auch das von der Kon­junk­tur­for­schungs­stelle der ETH (KOF) Zürich prog­nosti­zierte Wachs­tum der Gesund­heits­kosten für die Jahre 2017 und 2018. Wie die KOF im Dezember 2016 in einer Medien­mit­tei­lung fest­hielt, wird ein unge­brems­ter Anstieg von schät­zungs­weise 3,9 Prozent erwartet. Sollte diese Prog­nose zutref­fen, wird der Anteil der Gesund­heits­aus­gaben am Brutto­inland­produkt bis 2018 auf 12,2 Prozent ansteigen. Die CSS wird deshalb alles daran setzen, ihre internen Mög­lich­kei­ten zur Kosten­dämpfung in den kommen­den Jah­ren zu ver­stärken.

665

Einsparungen in Mio. CHF

Dank einer kon­sequen­ten Rech­nungs­kon­trolle konnte die CSS 2016 zu­gun­sten ihrer Ver­sicher­ten rund 665 Millio­nen Fran­ken ein­sparen.